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TCALL vor Ort    21.03.2024

Bericht DBFK Workshop: „Geballte Innovation in der Langzeitpflege: das Bremer Vorzeigeprojekt TCall“

Am 12.03.2024 fand der „Pflegetag in Bremen“ des DBFK in den Räumlichkeiten der Hochschule Bremen und des Integrierten Gesundheitscampus statt.

Neben Vorträgen und fachlichen Diskussionen, hatten die Teilnehmenden ebenso die Möglichkeit an verschiedenen Workshops zu partizipieren.

In dem Workshop „Geballte Innovation in der Langzeitpflege: das Bremer Vorzeigeprojekt TCall“ berichteten Matthias Zündel (IGB), Andreas Baumeister (Universität Bremen) und die Transformations- und Innovationsagent:innen (TIAs) der TCall-Initiative Ina Tinis, Sebastian Sinjo, Petra Lanfermann-Richter und Nico Rapke (Hochschule Bremen) über die aktuellen Entwicklungen des Projektes.

„Akademische Lehrpflegeeinrichtungen verknüpfen Versorgung, Ausbildung und Forschung“, beschrieb Matthias Zündel die Vision des Wissenstransfers der TCall-Initiative. Die Aufgabe des Teilprojektes DELI liege in der Einrichtung dezentraler Lerninfrastrukturen, durch welche arbeitsplatznahes Lernen ermöglicht werden soll. Gemeint sind damit unter anderem physische Lernorte in den Lernpflegeinrichtungen, genannt „Lerninseln“, welche die Arbeitsplätze der TIAs sind. Im Moment seien diese in der Anfangs- und Ausstattungsphase. Für die TIAs gehe er vorerst darum „erst einmal anzukommen, Ideen zu entwickeln, das Projekt sichtbar zu machen und bei den Leuten vor Ort Interesse zu wecken“, so Sebastian Sinjo.

In einer interaktiven Diskussion wurde daran anschließend partizipativ mit den Teilnehmenden herausgearbeitet, welche Ideen von Multiplikator:innenseite für die Nutzung der Lerninsel vorstellbar wären, sowie welche Anforderungen an die Rolle einer TIA gestellt werden könnten. Dabei wurden gemeinsam verschiedene Ansätze identifiziert, auf welche Weise die attraktive und einladende Gestaltung des Raumes, das Abbauen von Widerständen bei Veränderungsprozessen in den Einrichtungen, ein Verhaltenscodex für sowie funktionale Aufgaben der TIAs, funktionieren und aussehen könnten. Als ein großer Vorteil in der Arbeit der TIAs wurde die Möglichkeit und Kapazität sich zeitintensiven und komplexen Problemen und Pflegesituationen zu widmen, die im Pflegealltag häufig untergehen würden, konstatiert. Als eine Chance wurde kollektiv übereinstimmend der externe Blick der TIAs in ihren Einrichtungen herausgestellt, welcher es ihnen ermögliche beispielsweise Funktionen eines Coaches oder einer Mediatorin zu übernehmen.

Die gemeinsam erzielten Erkenntnisse wurden festgehalten und dokumentiert. Die Teilnehmenden konnten durch ihre Expertise und die Außenperspektive Impulse beisteuern, die sehr wertvoll waren und den TIAs Grundlage für künftige Entscheidungen sein werden.

DBFK 2024
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