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TCALL Events    05.04.2023

Auftaktveranstaltung Projekt TCALL

Erstmals bundesweit wird es in Bremen akademische Lehrpflegeeinrichtungen in der Langzeitpflege geben.

Sozialsenatorin Anja Stahmann empfing zum Auftakt des Pilotprojektes TCALL am 3. April 40 Vertreterinnen und Vertreter der drei beteiligten Altenpflegeeinrichtungen von Caritas und Johannitern sowie des wissenschaftlichen Projektteams zu einem Senatsempfang im Bremer Rathaus.

TCALL ist eine Abkürzung für Transfercluster akademischer Lehrpflegeeinrichtungen in der Langezeitpflege. Ziel des Projektes ist es, technische, digitale sowie strukturelle und prozesssteuernde Innovation in die Pflege zu transferieren.

Sozialsenatorin Anja Stahmann: “Das Projekt wird nachhaltig bessere Bedingungen für die Pflege entwickeln. Das bedeutet: bessere Bedingungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bremen wird damit zu einem Entwicklungszentrum für die Pflege in der gesamten Bundesrepublik.“

Trotz der aktuell schwierigen Situation in der Pflege allgemein erweise sich Bremen damit im Bereich der Pflegeforschung und der Umsetzung von Forschung in die Praxis als einer der leistungsstärksten Standorte in Deutschland. Eine Öffnungsklausel im Bremischen Wohn- und Betreuungsrecht ermögliche es, Innovationen aus dem Projekt unmittelbar in der Praxis umzusetzen, sagte Senatorin Stahmann weiter. „In der Praxis können und müssen sich die Neuerungen bewähren, bevor sie bundesweit Verbreitung finden. Dazu ist die enge Zusammenarbeit zwischen Praxis, Forschung, Lehre und Ausbildung von ganz zentraler Bedeutung.“

„Ziel des Bremer Senats ist es, die Gesundheitsversorgung im Land Bremen für alle zu verbessern“, sagte Tim Cordßen-Ryglewski, Staatsrat bei der Senatorin für Wissenschaft und Häfen. „Wir haben mit unserer exzellenten Gesundheitsforschung, einer zentralen Säule unseres Wissenschaftsstandorts, eine wesentliche Voraussetzung dafür. Mit einem großen und einmaligen Forschungsprojekt wie ‚TCALL‘ mehr denn je. Neu dabei ist auch, dass wir in diesem Projekt Forschung, Lehre und Praxis so eng miteinander verknüpfen, dass daraus nachhaltige Transferstrukturen entstehen.“

Das Bundesministerium für Forschung und Bildung fördert das Projekt über die gesamte neunjährige Laufzeit mit insgesamt 16 Millionen Euro. Koordiniert wird es von Prof. Dr. Heinz Rothgang, der im SOCIUM an der Universität Bremen die Abteilung Gesundheit, Pflege und Alterssicherung leitet. Ziel des Projektes ist es, neue Entwicklungen in der Pflege zu testen, zu bewerten und deren Einführung bundesweit zu fördern. “Wir wollen Digitalisierung im größeren Maße einbringen. Wir wollen andere Arbeitsaufteilungen zwischen Fachkräften und Assistenzkräften; evidenzbasierte Pflege, also Pflege, wo auch die Pflegekräfte jeweils gucken was weiß man denn eigentlich, was wirkt und was nicht wirkt.” , so Prof. Dr. Heinz Rothgang.

Operativer Projektstart wird im Sommer sein, derzeit laufen die Vorbereitungen.

Projektbeteilungen
Das Projekt vereint die Expertise unterschiedlicher Akteure im Pflegesektor des Landes Bremen. Als wissenschaftliche Projektpartner ist neben dem SOCIUM von der Universität Bremen auch das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) sowie das Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) eingebunden. Die Hochschule Bremen ist mit dem Zentrum für Pflegeforschung und Beratung beteiligt.

Am Projekt TCALL sind beteiligt:

  • Prof. Dr. Heinz Rothgang (SOCIUM)
  • Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann und Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck aus dem Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
  • Prof. Dr. Karsten Wolf aus dem Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) von der Universität Bremen
  • Prof. Dr. Claudia Stolle, Zentrum für Pflegeforschung und Beratung von der Hochschule Bremen
  • Prof. Dr. Matthias Zündel vom Integrierten Gesundheitscampus Bremen (IGB),
  • das Bremer Zentrum für Pflegebildung
  • als Praxispartner das Johanniterhaus Bremen und zwei Einrichtungen des Caritasverbands Bremen

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